Deutsche Fertighaus Holding unterstützt TU Darmstadt beim Solar Decathlon Europe

Cubity - das weltweit erste Studentenwohnhaus im Plus-Energie-Standard, das in modularer Fertigbauweise Wohnraum für zwölf Studierende auf einer Grundstücksfläche von lediglich 16 mal 16 Metern bietet. (Foto: DFH)
Cubity - das weltweit erste Studentenwohnhaus im Plus-Energie-Standard, das in modularer Fertigbauweise Wohnraum für zwölf Studierende auf einer Grundstücksfläche von lediglich 16 mal 16 Metern bietet. (Foto: DFH)

Wohnraum für Studierende ist knapp und stellt in fast allen Universitätsstädten ein gravierendes Problem von hoher sozialpolitischer Relevanz dar. Die Technische Universität Darmstadt präsentiert auf dem Architektur- und Technikwettbewerb „Solar Decathlon Europe 2014“ in Versailles derzeit das weltweit erste Studentenwohnhaus im Plus-Energie-Standard, das in modularer Fertigbauweise Wohnraum für zwölf Studierende auf einer Grundstücksfläche von lediglich 16 mal 16 Metern bietet.

Technischer Partner und Hauptsponsor des zukunftsweisenden Projekts ist die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG. Wir sprechen mit DFH-Vorstandschef Thomas Sapper darüber, warum „CUBITY“ das Potenzial hat, die Wohnungsnot von Studierenden zu beenden.

Cubity - das weltweit erste Studentenwohnhaus im Plus-Energie-Standard, das in modularer Fertigbauweise Wohnraum für zwölf Studierende auf einer Grundstücksfläche von lediglich 16 mal 16 Metern bietet. (Foto: DFH)
Cubity – das weltweit erste Studentenwohnhaus im Plus-Energie-Standard, das in modularer Fertigbauweise Wohnraum für zwölf Studierende auf einer Grundstücksfläche von lediglich 16 mal 16 Metern bietet. (Foto: DFH)

Herr Sapper, der Wohnungsmangel in Universitätsstädten ist bekannt. Bislang gab es noch keine nachhaltige Lösung. Welche neuen Ansätze verfolgt das „CUBITY“-Projekt?

Investoren haben sich bislang weitgehend zurückgehalten, bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen, weil es keine langfristig wirtschaftlich tragfähigen Konzepte gab. Neben den hohen Investitionskosten war ein weiteres Hindernis, dass die Studierendenzahlen an einem Standort möglicherweise innerhalb weniger Jahre stark sinken könnten, etwa wegen der demografischen Entwicklung. Eine der vielversprechenden Ansätze beim „CUBITY“-Wohnpavillon ist daher der modulare Fertigbau. Investoren sind nicht mehr dauerhaft an einen Standort gebunden. Ist ein Standort beispielsweise nach 20 Jahren nicht mehr rentabel, lässt sich das gesamte Gebäude in seine einzelnen Module zerlegen und woanders wieder aufbauen.

Was waren die größten Herausforderungen bei der Planung des Wohnpavillons?

Zielsetzung war es, mit „CUBITY“ ein innovatives, wirtschaftliches und nachhaltiges Konzept für die Bereitstellung von Wohnraum für Studierende zu entwickeln. Hier haben die Studierenden und Wissenschaftler der TU Darmstadt, aber auch unsere Experten sehr gute Planungsarbeit geleistet. Dank der Nutzung regenerativer Energien erfüllt der Wohnpavillon den Plus-Energie-Standard. Die Fertigbauweise aus Holz ermöglicht darüber hinaus Flexibilität, Modularität und Transportierbarkeit. Als technischer und erfahrener Partner standen wir der TU Darmstadt während der gesamten Planungsphase beratend zur Seite. Die DFH hat zudem die Arbeitsvorbereitung, Detailplanung, Fertigung, Bauleitung sowie Montage übernommen.

Wann geht „CUBITY“ in Serie, gibt es hier bereits Pläne?

Nach der Ausstellungsphase bauen wir das Gebäude in Versailles ab und in Darmstadt wieder neu auf. Dort startet dann der Praxistest. Es sind noch einige Fragen zu klären: Nehmen die Studierenden die räumliche Aufteilung im Alltag an, erfüllt das Gebäude über das gesamte Jahr hinweg tatsächlich den Plus-Energie-Standard? Dann sehe ich aber hohes Potenzial für den Wohnpavillon. Aus meiner Sicht ist „CUBITY“ ein sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem Ziel, nachhaltig bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen.

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