AS Solar eröffnet einzigartiges Plusenergie-Industriegebäude

Firmensitz der AS Solar GmbH als erstes Plusenergie-Industriegebäude weltweit. (Foto: obs/AS Solar GmbH)

Das erste Plusenergie-Industriegebäude weltweit – saniert aus einer Industriebrache – steht in Hannover. Hier präsentierte der Fachgroßhandel für Solartechnik und Pelletsysteme AS Solar im Juni 2011 mit seinem neuen Firmensitz der Öffentlichkeit ein Gebäude, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht.

Zu diesem Erfolg tragen die energetische Sanierung der Gebäudehülle auf Passivhaus-Standard, die Umsetzung einer auf die reduzierten Lastverhältnisse angepassten Heizungsanlage sowie die Integration einer Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung und die Installation von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen bei. Auch die CO2-Bilanz kann sich sehen lassen. Hier zeigt sich, welche energetischen Einsparpotentiale über eine abgestimmte Auswahl und sinnvolle Kombination von passiven Maßnahmen und aktiven technischen Komponenten eines Gebäudes bestehen.

Firmensitz der AS Solar GmbH als erstes Plusenergie-Industriegebäude weltweit. (Foto: obs/AS Solar GmbH)

Wie ein Phönix aus der Asche entwickelte sich eine Industrieruine zum Solar-Modellprojekt. Nicht in Neubauten, sondern in der Energieeinsparung und Ressourcenschonung durch die fachgerechte Sanierung von Altbauten sieht AS Solar die größte Herausforderung für Wirtschaft und Energiepolitik. „Hier haben wir mit einer Investition in Höhe von 7,5 Mio. Euro ein weltweit einzigartiges Plusenergie-Industriegebäude geschaffen, das mit einem Umfang von 12.500 qm für bis zu 240 Mitarbeiter eines der größten Projekte seiner Art und ein energiewirtschaftliches Leitprojekt ist“, erläutert Geschäftsführer Gerd Pommerien. Die Heizwärme und Klimatisierung erfolgt vollständig durch Sonnenenergie und Holzpellets. Der erzeugte Solarstrom übersteigt den eigenen Bedarf bei weitem und wird ins Netz eingespeist. Bis zu 80 Haushalte können davon profitieren. Wegen des Modellcharakters des Projektes erhielt AS Solar Zuschüsse vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 100.000 Euro.

Entwickelt und erprobt werden erstmals zwei Varianten von Hochtemperaturwärmespeichern für die klimatechnische Anwendung in Büro- und Privatgebäuden. Daneben wird ein vorhandener Sprinklertank mit einem Volumen von ca. 30 Kubikmetern als Niedrigtemperaturwärmespeicher genutzt.

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