Solarstadt Erfurt setzt Akzente für 100 Prozent Erneuerbaren Energien

Wie bewältigen Städte und Regionen die Energiewende? Welche neuen Energiekonzepte entstehen und welche Bedeutung kommt den Kommunen bei der Umgestaltung der Energieversorgung zu? Über diese Fragen diskutieren Experten aus Wirtschaft, Politik, Planung und Initiativen auf der RegioSolar-Konferenz am 13. und 14. 11. 2009 in Erfurt unter Schirmherrschaft des Erfurter Oberbürgermeisters Andreas Bausewein.

Ein geschärftes Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung könnte Deutschland zum Vorreiter klimagerechter Städte und Regionen machen. „Konzepte einer dezentralen Energieversorgung auf Basis der Erneuerbaren Energien werden heute bereits von vielen Kommunen umgesetzt.“, erklärt Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Ein wichtiger Motor für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien auf regionaler Ebene, ist die Vernetzung der Entscheider aus der Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Energiewirtschaft in den Kommunen. Die RegioSolar-Konferenz schafft die Grundlagen für dieses Netzwerk.“, so Carsten Körnig.

„Der Brückenschlag muss aber weiter gehen“, betont Dr. Peter Frey, Vorstand vom Thüringer Branchenverband SolarInput. „Die strategische Verzahnung von Initiativen auf lokaler wie regionaler Ebene braucht für die Bewältigung dieser komplexen Aufgaben eine wissenschaftliche Fundierung. Umgekehrt müssen die wissenschaftlichen Lösungsansätze an den Erfahrungswerten der regionalen Akteure gespiegelt und weiterentwickelt werden. Erst aus diesem Dialog der Wissenschaft mit der Praxis vor Ort entstehen die strategischen und übertragbaren Ansätze, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Attraktive Ansätze der Wissenschaft wurden beispielsweise beim 2. Internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR vorgestellt, der gestern in Erfurt zu Ende ging. Die Notwendigkeit einer Kultur der Energie benötigt neues Denken und neues Handeln“, so Dr. Peter Frey.

Hier setzt die mobile Solar-Akademie, ein Projekt der Gesellschaft für internationale Wirtschaftsförderung und Management (IWM) aus Erfurt, an. Dieser Solarbus ist mit einem interaktiven Lernkonzept für Schüler und Auszubildenden rund um die Erneuerbaren Energien ausgestattet. „Wir freuen uns, die mobile Solar-Akademie im Rahmen der RegioSolar-Konferenz einweihen zu dürfen“, erklärt Carsten Körnig. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten begründen die Erneuerbaren Energien einen soliden Wachstumsmarkt, der zukunftsfähige Arbeitsplätze schafft“, so Körnig. „Ein Beleg hierfür sind die Entwicklungen der Solarbranche im Bundesland Thüringen und im Solarvalley Mitteldeutschland.

Die RegioSolar-Konferenz wird vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) in Zusammenarbeit mit dem SolarInput e.V. als lokalen Mitveranstalter organisiert. Das Projekt ist vom Bundesumweltministerium gefördert und wird von Unternehmen aus der Branche unterstützt. In diesem Jahr begleitet zudem die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen die RegioSolar-Konferenz.

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